Thomas C. Guggenheim, Verleger und Autor

Länder und Reisen

Die Bäder von Carveggia im Onsernonetal

Thomas C. Guggenheim

craveggia

Einleitung

Zuhinterst im Tessiner Onsernonetal befinden sich, auf dem italienischen Ufer des Flusses die Ruinen eines Kurbades. Am 18./19. Oktober 1944 wäre es hier beinahe zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der Schweizer Armee und nazi-faschistischen Truppen gekommen. Das heute mehr oder weniger vergessene Ereignis ging als „Battaglia dei Bagni di Craveggia-Spruga“ in die Geschichte ein.

Etwas Geografie und Geschichte

Man fährt mit dem Postauto oder dem Privatwagen von Locarno über Ponte Brolla ins Centovalli, durch Tegna und Verscio bis Cavigliano. Dort zweigt man ab ins Onsernonetal. Die Strasse endet in Spruga mit einem Parkplatz, der zugleich als Wendeplatz dient, neben einer kleinen Osteria. Ein bequemer, asphaltierter, mit Fahrverbot belegter Weg erlaubt ein gemächliches Wandern hinab ins Tal; vorbei an einer der „Heiligen von Lourdes“ gewidmeten Wegkapelle. Typische Tessiner Steinhäuser, deren Dach aus traditionellen Granitplatten oder leider auch aus Wellblech besteht, dienen entweder als Ferienhäuschen oder werden von Bio-Bergbauern, Imkern oder jungen Menschen bewohnt, die danach trachten, der Zivilisation zu entfliehen. Rechterhand plätschern Wasserfälle über die Felsen. Gelegentlich begleiten meckernde Ziegen die Spaziergänger.

Und das ganze Dkokument können Sie als PDF herunterladen.

IBIZA/Eivissa
Agypten

Tassili n’Ajjer (Algerien)

Reisetagebuch (1. bis 15. November 2008)
vonThomas C. Guggenheim

Ich habe mir vor Jahren vorgenommen, mindestens einmal jedes Land, das ans Mittelmeer angrenzt, zu besuchen. Meine erste und bisher einzige Reise nach Algerien fand im Herbst 1991 statt. Ausgangspunkt war Tunis, und sie führte mich quer durch Tunesien, dann in Algerien zu den Oasen El Oued, Touggourt, Ghardaia, El Golea, In Salah, Amguid, schliesslich nach Tamanrasset. Dieses Jahr fliege ich nach Djanet und besuche das Tassili n’Ajjer.

Mit seinen 2,38 Millionen Quadratkilometern ist Algerien die elftgrösste Nation der Welt und – nach dem Sudan – die zweitgrösste Afrikas. Das Land ist in 48 Wilayas (Provinzen, Bezirke) eingeteilt; 33,4 Millionen Menschen leben hier, davon 3,2 Millionen in der Hauptstadt Algier. Die Bevölkerung Algeriens ist ein Volk von Arabern (82,6 %) und Berbern (17 %), das teils in algerisch-arabischer (zurzeit in den Schulen auch hocharabischer), teils in französischer Sprache und auch in Tamazight (Sprache der Berber in Nordalgerien) erzogen wird und mittelmeerische aber auch afrikanische, einerseits moderne, andererseits traditionelle Züge in sich trägt. Die Tuareg sind Berber, ursprünglich ausschliesslich Nomaden, verteilt auf sechs Nationalstaaten: Algerien, Libyen, Tschad, Niger, Burkina Faso und Mali. Auf algerischem Boden leben nur zwei Grossstämme: die Kel Ajjer im Tassili um Djanet und die Kel Ahaggar im Hoggar um Tamanrasset. (Kel bedeutet sinngemäss die Leute von, Kel Ajjer somit Leute von Ajjer, Kel Ahaggar Leute aus dem Ahaggar). Insgesamt mögen es um die 100'000 der insgesamt 800'000 Tuareg sein. Sie haben sich aus den Kriegswirren ihrer Gemeinschaft in Mali, Niger und Tschad heraushalten können. Mehrere Trockenzeiten haben die Kamel-, Schaf- und Ziegenherden der Tuareg dezimiert und viele von ihnen sesshaft gemacht. Ein Teil von ihnen lebt in Tamanrasset und Djanet, andere arbeiten sogar als Chauffeure und Mechaniker in den Ölfördergebieten, z.B. in Hassi Messaoud.

Und hier ist der ganze Reisebericht als PDF zum Herunterladen (17 A4 Seiten)